Das Vereinswappen

Ritter Kuno von Vyskenich

“Das lustige und sympathische Vereinsmaskottchen der KG Blau-Weiß Fischenich mit dem Orts­wappen in der Fanfarenflagge heißt “Ritter Kuno”. Dieser Name kommt nicht von ungefähr. Den Ritter “Kuno von Vyskenich” gab es tatsächlich. Er wurde 1302 erstmals urkundlich erwähnt und starb 1351. Der Ritter Kuno gehörte einer bedeutenden niederrheinischen Adelsfamilie an, die im Mittelalter zu den großen Rittergeschlechtern im Rheinland zählte.

Zur Burg Fischenich gehörten damals 250 Morgen Land und mehrere Lehensgüter vom Kölner Stift Maria im Kapitol. 1320 wurde Ritter Kuno auf Grund eines Schiedspruchs des Grafen Gerhard von Jülich Pfandinhaber und Amtmann von Stadt und Burg Brühl. Der Fischenicher Kuno war auch maßgeblich am Schlichtungsvertrag zwischen dem Erzbischof und der Stadt Köln von 1329 beteiligt. In einer späteren Urkunde wird Ritter Kuno der “Getreue und Mundschenk der Kölner Kirche” genannt.

Aus dieser Zeit stammt auch das Wappen der KG Blau-Weiß Fischenich, das damit über 650 Jahre alt ist. Das Wappenschild zeigt in Silber einen schwarzen Balken, darüber einen ebenfalls schwarzen Fisch. Über dem Helm ist ein rotgezungter Hundekopf mit schwarz-silberner Decke und schwarzem Halsband ab­gebildet.

Das Adelsgeschlecht derer “von Fischenich” war mit vielen benachbarten adeligen Familien verwandt. In diesem Zusammenhang darf man aber nicht verschweigen, dass der Ururenkel Damian von Fischenich zu den Raubrittern gehörte, die während der Soester Fehde 1444/49 die Landstraßen zwischen Bonn und Aachen unsicher machten… Die Ruine aus dem 12. Jh. ist die älteste erhaltene Burgruine zwischen Köln und Bonn und damit ein wichtiges Zeugnis mittelalterlicher Burgenbaukunst im Rheinland. Es handelt sich um einen Rundling in ovaler Form mit vier Türmen und einer zwischen 6 und 10 m hohen Ringmauer. Als Baumaterial dienten Gussbetonblöcke der fast 100 km langen römischen Eifelwasserleitung, die von der Eifel durch das Vorgebirge an Fischenich vorbei bis nach Köln führte. An der Nordseite der Burgruine sind diese Steine mitsamt rotem Wasserputz und Kalksinterschicht gut zu sehen. Der Römerkanal-Wanderweg von Nettersheim nach Köln geht direkt an diesem Denkmal vorbei.

Burgruine FischenichDie Burg, deren Besitz zum kurkölnischen Landtag qualifizierte, wurde wahrscheinlich 1584 im truchsessischen Krieg zerstört. Bis ins 20. Jh. gehörte die Ruine mit Ländereien den Grafen Wolff von Metternich zu Gracht, die sie 1725 erworben hatten. 1907 errichteten die Kölner Cellitinnen direkt an der Burg das St. Josephs-Kloster mit Altenheim. Das Kloster wurde von den Nonnen aufgegeben, das Grundstück mitsamt der Burgruine an eine Baugesellschaft veräußert und die Gebäude 1981 abgerissen. Rund um die Burgruine wurden Einfamilienhäuser gebaut.

Die Burgruine, das Wappen der KG und das Vereinsmaskottchen “Ritter Kuno” halten die Erinnerung an ein ehemals mächtiges und bedeutsames rheinisches Rittergeschlecht heute noch lebendig.

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