Gratulation: 50 Jahre Damenkegelclub “Ren en die Kall”

Jubiläumsfeier auf dem Rhein

Die KG Blau-Weiß Fischenich gratuliert ganz herzlich dem Damen-Kegelclub “Ren en de Kall” zum 50-jährigen Vereinsjubiläum. Am 2. März 1971 gründeten Frauen den Damenkegelclub “Ren en die Kall” und nahmen im gleichen Jahr als mittelalterliche „Hofdamen“ am Fischenicher Karnevalszug teil. Die Anregung hierzu gab der damalige 1. Vorsitzende Toni Meyer.

Seit dem letzten Jahr kegeln die inzwischen nur noch sieben Mitgliederinnen Corona- und altersbedingt nicht mehr, sondern treffen sich stattdessen zu geselligen Runden. Ihr 50-jähriges Clubjubiläum feierten sie coronabedingt im kleinen Kreis mit einer Nachmittagsfahrt auf einem vorweihnachtlich geschmückten Schiff der Köln-Düsseldorfer auf dem Rhein mit festlicher Livemusik und Nikolaus. Danach wurde am Kölner Heumarkt im Brauhaus Gilden im Zims zünftig weiter gefeiert.

Jeden Dienstagabend probte im Haus Hülsenbusch das Fanfarencorps, der Vorläufer des heutigen Blasorchesters. Die Frauen der Musiker hatten aber irgendwann keine Lust mehr, alleine zu Hause zu sitzen. Mit der Clubgründung kegelten sie nun regelmäßig an jedem zweiten Dienstagabend. Sie nannten sich “Ren en de Kall”. Vorsitzende wurde Maria Meller, Kassiererin Helene Görtz. Die beiden sind nach inzwischen 50 Jahren immer noch im Amt.

Toni Meyer wurde, obwohl männlichen Geschlechts, zum ersten und einzigen Ehrenmitglied des Damen-Kegelclubs ernannt. Gekegelt wurde in der Trattoria Damiano, in der Jenny-Bar, im Haus Hülsenbusch und zuletzt in der Gaststätte “Zur letzten Träne”. Seit dem Gründungsjahr 1971 machten sie auch regelmäßig als Fußgruppe beim Fischenicher Karnevalszug mit, unterstützten die Fischenicher Blau-Weißen bei Musikfesten und anderen Veranstaltungen oder kellnerten sogar auf dem Prinzenempfang der Stadt Hürth. Club- und Schiffsreisen führte die Kegelschwestern unter anderem nach Brügge, Kopenhagen, Wien, Prag, Budapest, Hamburg und Dresden.

Familienabend und Weihnachtskonzert abgesagt

Weihnachtskonzert in der Fischenicher Pfarrkirche St. Martinus. Bild Aneta Thomas

Abgesagt hat der Vorstand der KG Blau-Weiß Fischenich den für den 4. Dezember geplanten Familienabend und das Weihnachtskonzert am 19. Dezember in der Pfarrkirche St. Martinus. Grund sind die hohen Inzidenzzahlen, zudem sind auch einige Mitglieder erkrankt.

Stattdessen möchte das Blasorchester am 19. Dezember (4. Advent) ab 15 Uhr an verschiedenen Orten in Fischenich Advents- und Weihnachtslieder spielen. Die Proben aller Tanzgruppen werden bis Jahresende ausgesetzt, ebenfalls die Treffen von Kunos Freunden und vom Senat. Das Blasorchester probt jedoch unter 2G-Regel (geimpft oder genesen) weiter.

Dirk Schwalbach, 1. Vorsitzender: “Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Aber die Gesundheit geht nun mal vor.” Vorstand und Gruppenleiter der Fischenicher Blau-Weißen halten es derzeit für verantwortungslos, in geschlossenen Räumen zu trainieren oder sich zu treffen.

Beim diesjährigen Familienabend in der Martinusschule sollten mehrere Ehrenmitglieder ernannt werden. Ihr allererstes große Weihnachtskonzert veranstaltete das Blasorchester 1990 in der Fischenicher Pfarrkirche. In diesem Jahr sollte dieses stets sehr gut besuchte und hoch gelobte Konzert mit weihnachtlichen Melodien aus aller Welt zum 30. mal veranstaltet werden. Ein zweitägiges Probenwochenende sollte der weiteren Vorbereitung dienen und wurde ebenfalls abgesagt. Bereits im letzten Jahr musste das Weihnachtskonzert wegen der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt werden.

Prinzessin Waltraud I. proklamiert

Prinzessin Waltraud wird proklamiert

Unsere sympathische Prinzessin Waltraud I. wurde jetzt im Römersaal des Hürther Bürgerhauses bei einer großartigen Veranstaltung vom Fischenicher Ortsvorsteher Dennis Mehren proklamiert und erhielt von ihm als Zeichen der Machtübergabe einen großen Schlüssel. Vorher hatte Sitzungspräsident Norbert Gräfen, der die gesamte über sechsstündige Proklamation gut moderiert hat, die Prinzessin und ihr Gefolge vorgestellt. Das Publikum hatte der alten Tollität von 2020, Prinz Nick I. (Zahn), und der neuen Tollität mit ihren Begleitungen einen überwältigenden Einmarsch bereitet.

Sichtlich bewegt empfing Waltraud I. von ihrem Vorgänger das Zepter. Das 50 Jahre alte Schmuckstück hatten bereits im Jahre 1971 ihr Schwiegervater, Prinz Toni II. und 1997 ihr Mann, Prinz Wilfried II., in Händen gehalten. Bei ihrer Proklamationsrede gestand Prinzessin Waltraud I.”Ich wollte schon immer mal das Sagen haben”. Sie steht jetzt bis Aschermittwoch “einem  kleinen Familienunternehmen” vor, denn ihr gesamtes Gefolge besteht aus Verwandten: Ehemann Wilfried als Prinzenführer, Tochter, Schwestern, Schwager, Neffen und eine Nichte.

 Prinz Nick I., tauschte mit seiner temperamentvollen Nachfolgerin Orden und wurde mit Lob und Dank verabschiedet. Zu Ehren der Prinzessin tanzten die Kinder und Jugendlichen der Fischenicher Blau-Weißen, die anlässlich ihres 65-jährigen Vereinsjubiläum in der Session 2022 die Tollität stellen. Das Blasorchester der Gesellschaft mit Leiter Gerd Außem und Sänger Markus Siegl gratulierte musikalisch. Unser Orchester begleitete die gesamte Veranstaltung in gewohnter Weise stets aufmerksam und schlagfertig und erhielt dafür auch reichlich Lob von den auftretenden Kräften und dem Moderator Norbert Gräfen.

Bürgermeister Dirk Breuer gratuliert

Als Überraschungsgast gratulierte Bürgermeister Dirk Breuer mit einer richtig tollen und humorvollen Rede. Er hatte sogar ein Lied auf die Prinzessin gedichtet und sang es, begleitet vom Blasorchester. Dafür gab es viel Beifall. Eine weitere Überraschung war der Auftritt der Tanzgruppe “De Höppemötzje” aus Köln. Dort tanzt Christina, die Nichte der Prinzessin. Sie war vorher bei den Fischenicher Blau-Weißen aktiv gewesen und wechselte dann zu den Höppemötzjer, einem der besten Kölner Tanzgruppen. Die Familie und Freunde der Prinzessin hatten diesen Auftritt möglich gemacht.

Den zweiten Teil der Proklamation hatte Literat Wolfgang Eter, ein Schwager der Prinzessin, zusammengestellt und für ein tolles Programm gesorgt.

Et Klimpermännche

Et Klimpermännche Thomas Cüpper schaffte es auch nach immerhin sechs Stunden das noch sehr aufmerksame Publikum mit seinen Witzen und seinen Karnevalsliedern, begleitet vom Blasorchester, restlos zu begeistern. Da gab es viel zu lachen. Dies gelang aber auch vorzüglich Willibert Pauels als “Ne bergische Jung”, der für seinen humorvollem Vortrag zu Recht gefeiert wurde, ebenso wie Wicky Junggeburth. Auch er wurde vom Blasorchester der Fischenicher Blau-Weißen zuverlässig unterstützt. Wicky hält unser Orchester für “eines der besten Sitzungskapellen in der Region”. Besonders lobte er Armin Brückmann, der ihn bei dem beliebten Lied “Ich und minge Caravan” am Keyboard gewohnt sicher begleitet hat.

Die Musikgruppe “Gulaschkapell” ließ es richtig krachen, aber auch die Kölner Band “Kempes Feinest” mit ihrer Sängerin Nici Kempermann sorgte für Stimmung. Etwas schwerer hatte es Jörg Runge als “Dä Tuppes vum Land” mit seiner Reimrede. Zum guten Schluss trat das Kölner Traditionscorps KG Treuer Husar Blau-Gelb mit zahlreichen Musikern und Tänzern auf. Sie wurden begleitet von vielen Gardisten und Offizieren und fanden auf der großen Bühne kaum Platz.

Das Blasorchester glänzte als schlagfertige Sitzungskapelle

Zum Beginn der Proklamation hatte Norbert Gräfen als Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Fischenich die Bühne genutzt, um Katrin Härtl, Rüdiger Winkler, Kai Maiwald und Sabine Küster für ihre vielfältigen Verdienste für unser Dorf mit Orden und Urkunden auszuzeichnen.

Ob auf der Bühne oder im Römersaal, ob Künstler, Karnevalist oder Besucher, alle waren froh, trotz der Corona-Krise, die momentan leider wieder gewaltig an Fahrt aufnimmt und große Sorgen macht, mal wieder gemeinsam feiern, lachen und singen zu dürfen. Hoffen wir, das unsere charmante Prinzessin Waltraud I. mit ihrem familiären Gefolge eine richtig schöne Session mit vielen tollen Auftritten erleben darf. Und zum guten Abschluss einen stimmungsvollen Karnevalszug in Fischenich mit “schönem Wetter und Sunnesching”, so der 1. Vorsitzende der Fischenicher Blau-Weißen, Dirk Schwalbach, in seinem Grußwort im 100-seitigen, schönen Festheft.

Gedenkfeier auf dem Friedhof

Kranzniederlegung auf dem Friedhof zu Fischenich

Die Trauerfeier auf dem Friedhof in Hürth-Fischenich am 1. November zum Gedenken an die Verstorbenen, aber auch an die vielen Opfer den beiden Weltkriege  beendete das Blasorchester der Fischenicher Blau-Weißen mit dem Lied “Ich hatt einen Kameraden”, Melodie Friedrich Silcher (1789–1860) und Text von Ludwig Uhland (1787–1862. Zahlreiche Angehörige der Verstorbenen, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, gedachten ihrer Lieben bei dieser Feierstunde, die bereits seit vielen Jahren stets am 1. November hier am großen Kreuz mitten auf dem Friedhof stattfindet. Der Ehrenamtliche Beerdigungsbeauftragte Norbert Lotter sprach die Gebete, Pastoralreferent Wigbert Spinrath hielt eine zum Nachdenken anregende Trauerrede und segnete die Gräber. Das Blasorchester, geleitet von Gerd Außem, umrahmte die Feier mit einigen Chorälen.

Hofburg für unsere Prinzessin

Wirtin Michaela Berg und Prinzessin Waltraud I.

Mit einer gelungenen und stimmungsvollen Veranstaltung hat unsere designierte Prinzessin Waltraud I. (Meyer) ihre Hofburg, die Gaststätte Braunsfeld, im Volksmund wegen der Nähe zum gegenüberliegenden Friedhof “Zur letzten Träne” genannt, offiziell eingeweiht. Nachdem der 1. Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Norbert Gräfen, die Tollität mit ihrem Gefolge den Gästen vorgestellt hatte, besiegelte Prinzessin Waltraud I. die Hofburgeinweihung mit einem dicken Blumenstrauß an die Wirtin Michaela Berg.

Für die Veranstaltung galt coronabedingt die 2G-Regel. Die kontrollierten Besucher erhielten alle ein blaues Bändchen und konnten so an der Einweihung teilnehmen sowie von drinnen nach draußen und wieder zurück wechseln.

Zu ihrem 65-jährigen Bestehen stellt die KG Blau-Weiß Fischenich mit Prinzessin Waltraud I. im Jubiläumsjahr 2022 die Tollität in ihrem Heimatort. Deshalb begleitete das Blasorchester der Fischenicher Blau-Weißen die Prinzessin mit ihrem Gefolge, Freunden und Verwandten bei einem Festzug von der Martinusschule bis zur Hofburg. Dort angekommen spielte das Blasorchester karnevalistische Weisen und schon bald sang und schunkelten alle gut gelaunt.

In der Gaststätte sorgte dann DJ Kai Maiwald für Musik und Stimmung. Auch liebe prominente Gäste aus den Nachbarorten hatten sich eingefunden: Das designierte Damendreigestirn aus Hermülheim, die Prinzessin aus Gleuel, das Damendreigestirn Alt-Hürth/Knapsack, das Kinderdreigestirn aus Gleuel und sogar das Dreigestirn aus Bachem, alles künftige Tollitäten mit ihrem Gefolge.

Man merkte den Karnevalisten an, dass sie lange nicht mehr gefeiert hatten. In der Hoffnung, dass die steigenden Inzidenzzahlen nicht wieder Veranstaltungsverbote oder starke Einschränkungen zur Folge haben, wurde jetzt bei der Hofburgeinweihung in Fischenich kräftig und auch vor allem lange gefeiert. Die letzten Gäste, darunter die Prinzessin, gingen erst gegen 18.30 Uhr nach Hause.

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