Mir fiere heelije Meß

Pfarrer Steinröder

Seit vielen Jahren wird auch Fischenich in der Karnevalszeit regelmäßig eine “Kölsche Messe” gefeiert. Allerdings nicht auf kölsch, sondern auf Fischenicher Platt. Die Übersetzungen besorgt Josef Außem, der sich als Initiator, Organisator und Lektor auch um die Kontakte und Absprachen zwischen Seelsorgern, Pfarrbüro, Kirchenchor und Blasorchester kümmert. Josef Außem denkt sich auch das Motto für diesen Gottesdienst aus, außerdem gestaltet er mit Hilfe eines guten Freundes das Plakat und den Liederzettel.

Zu den Klängen des Jan-von-Werth-Marsches zogen Pfarrer Steinröder, begleitet von zahlreichen Messdienern, und der Fischenicher Prinz Prinz Nick I. mit seinem Gefolge in die Kirche ein. Pfarrer Reinhold Steinröder staunte nicht schlecht: Die Kirche war rappelvoll und bis auf den letzten Platz gefüllt, was leider nur noch selten der Fall ist. Selbst bei der letzten Christmette waren weniger Leute in der Kirche als jetzt bei der “Heelije Meß mit Liedern und Texten in rheinischer Mundart un op Feschenicher Platt”.

Kirchenchor

Die musikalische Gestaltung lag wieder in den bewährten Händen des Kirchenchores, geleitet von Monika Seidel-Wolpers und an der Orgel Hans Wolpers sowie dem Blasorchester unserer Gesellschaft, für den verhinderten Gerd Außem gewohnt souverän diesmal von Michael Schumacher geleitet. Die meisten Messtexte und alle Lieder waren “op Feschenicher Platt”. Der Kirchenchor sang die Lieder “Un wenn zum Kirchgang et lök”, “Herrjott, do ovve”, “Här, du beß jroß”, “Minsche, wie mir”, “Irische Segenswünsche”,”Jebett”, und zum Schluss “Wenn mir vür osem Herrjott stonn”.

Das Blasorchester begleitete die Kirchenlieder

Blasorchesster

“Här, du häß enjelade”, “Kutt, Chrestemensche”,

“Hellich, hellich, hellich”, und “Mir sen e löstisch Völkche”. Zur Kommunion erklang das Potpourri “Kölsche Stääne”.

Nach Segen zeichnete Prinz Nick I., der zum Beginn der Messe eine große Kerze gestiftet hatte, Pfarrer Reinhold Steinröder, Monika Seidel-Wolpers, Hans Wolpers sowie Anni Bollenbeck und Josef Außem mit seinem Prinzenorden aus. Auch hier bewies das Blasorchester wieder seine Schlagfertigkeit beim Tuschen und Anstimmen von passenden Büttenmärschen und selbstverständlich mit dem Lied “Ach wär ich nur ein einzigmal, ein stolzer Prinz im Karneval”.

Prinz Nick I. verlieh Orden

Pfarrer Reinhold Steinröder, der wieder schlagfertig und humorvoll die Messe las, ist Rheinländer, spricht aber das Feschenicher Platt eigentlich nicht so richtig. Daher verriet er den Gläubigen, wieviel Spaß er hatte, wieder die Worte “Söngder” (Sünder) und Köngde” (Kinder) zu sprechen. Mit dem zünftigen “Laridah-Marsch” spielte das Blasorchester den Prinz mit seinem Gefolge nach der Messe aus dem Gotteshaus heraus.

Einladung zum Probetraining unserer Tanzgruppen

Für alle tanzbegeisterten Kinder, Jugendliche und Erwachsene….kommt zu unseren Probetrainings.

Wir freuen uns auf Euch!

Ein voller Erfolg: Das 29. Weihnachtskonzert!

Chor und Blasorchester beim Weihnachtskonzert

Mit dem 29. Weihnachtskonzert gelang unserem Blasorchester, dem Kammerchor Cantamus und dem Jugendblasorchester der Musikschule Auftakt nur drei Tage vor Heiligabend eine wunderbare Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Das Programm mit deutscher, österreichischer, englischer und amerikanischer Weihnachtsmusik war gut zusammengestellt, kurzweilig und bewegend.

Kein Wunder, dass das begeisterte Publikum in der festlich geschmückten Pfarrkirche St. Martinus zu Fischenich das gelungene und anspruchsvolle Konzert mit reichlich Beifall und Standing Ovationen honorierte. Trotz zusätzlich aufgestellter Stühle mussten sich viele Besucher in der rappelvollen Kirche mit Stehplätzen begnügen.

Zum Auftakt des Konzertes intonierten die Tenorhörner das Blasorchesters von der Orgelempore aus das vierstimmige “Klagenfurter G’läut”, eine Volksweise aus Kärnten. Danach spielten zunächst die “auftakter 2.0”, ein Jugendblasorchester der privaten Musikschule “auftakt” in Alt-Hürth die beiden Klassiker “Jingle Bells” und “Rudolph The Red-Nosed Reindeer”. Unsere Gesellschaft und die Musikschule kooperieren bereits seit Jahren im Bereich der musikalischen Nachwuchsarbeit. Geleitet wurden die “auftakter 2.0” von Mike Pesch. Dieser spielt ebenso wie sein Vater Michael in unserem Blasorchester Trompete. Großvater bzw. Vater der beiden Musiker ist der früher sehr bekannte Kapellmeister Peter Pesch. Sein Orchester wird inzwischen von Kapellmeister Michael geleitet.

Das Blasorchester, geleitet von Gerd Außem, begann mit 37 Musikern voller Spielfreude und hoher Präzision mit der Fanfare Prelude “Adeste fidelis”. Das Stück, basierend auf das kirchliche Weihnachtslied “Herbei, all ihr Gläubigen”, eignete sich vorzüglich als Eröffnungsstück. Eine friedliche und ruhige Stimmung entstand durch das folgende “Bethlehem Tryptych” von Steven Bulla. Es basiert auf drei traditionelle englische Weihnachtslieder. Kein Weihnachtslied, aber wunderbar war das Werk “The Seal Lullabay” von Eric Whitcare für Klavier und Blasorchester. Die Musik basiert auf ein Gedicht von Rudyard Kipling “Die weiße Robbe”. Das Publikum dankte dem Solisten am Klavier, Armin Brückmann, und dem aufmerksamen Blasorchester für das gelungene Zusammenspiel mit lang anhaltendem Beifall. Gerd Außen hatte Recht mit seinem Rat, “bei diesem Stück die Augen zu schließen, um die Tiefe dieser wunderschönen Musik spüren zu können”.

Der Kammerchor Cantamus, Wesseling

Zum ersten Mal wirke auf einem Weihnachtskonzert der Fischenicher ein Chor mit, nämlich der Kammerchor Cantamus aus Wesseling, geleitet von Helmut Ritter, mit seinen schönen und ausgewogenen Stimmen. Der Chor sang zunächst eine von Oliver Gies arrangierte Fassung des Liedes “Es kommt ein Schiff, geladen” und danach schwungvoll “The Angel’s Song”. Auch hier sparte das kundige Publikum nicht mit Beifall.

Blasorchester und Chor entführten dann die Besucher gemeinsam mit dem grandiosen Medley “Christmas on Broadway” nach Amerika. Es begann mit “It’s beginning to look like Christmas”, gefolgt von “Pine Cones and Holly Berries”, dann “Toyland”, bekannt aus den Canta-Claus-Filmen, dann “March of the toys”, dem Walzer “My favorite things”, “We need a little Christmas” und dem letzten Lied “God bless us everyone”. Dieses große Werk war zweifellos ein weiterer musikalischer Höhepunkt dieses Konzertes. Chor und Orchester harmonierten prächtig. Nach dem der letzte Ton verklungen war, war es zunächst einen Sekundenbruchteil ganz still. Dann jedoch brandete der Beifall langanhaltend durch das Gotteshaus. Das war so ein ganz besonderer Moment, weshalb viele Besucher aus nah und fern bereits seit Jahren regelmäßig zum Weihnachtskonzert nach Fischenich kommen.

Vorweihnachtliche Stimmung in der Kirche.

Guido Rennert, der schon viele Musikstücke speziell für die Fischenicher Blau-Weißen arrangiert hat, hat für eine weihnachtliche Fernsehsendung des WDR “Wir freuen uns auf Weihnachten” mit den Liedern “Lasst uns froh und munter sein”, “Kommet ihr Hirten”, “Kling Glöckchen” und “Adeste fidelis” ein Medley geschrieben und bearbeitet. Auch hier zeigte sich das Blasorchester gewohnt sicher und spielfreudig. Der letzte Titel des offiziellen Programms hieß “Fröhliche Weihnacht überall”. Dieses große Potpourri, zusammengestellt und bestens arrangiert von Karl Pfortner, hat unser Blasorchester zu großen Freude des Publikums bisher insgesamt bereits zwölfmal gespielt, zum allerersten Mal 1990 beim ersten Weihnachtskonzert unseres Blasorchesters.

Die Konzertbesucher dankten den Akteuren mit langem und starkem Applaus und wurden dafür mit den Zugaben “The Christmas Song”, mit Saxophon-Solist Markus Siegl und “O du fröhliche” belohnt. Hier sangen und musizierten Chor, Blasorchester und Konzertbesucher alle gemeinsam. Dirk Schwalbach war überwältigt: “Ich bin stolz, Vorsitzender dieses Vereins zu sein!”Die restlos zufriedenen Konzertbesucher (Wenn das Konzert vorüber ist, dann sagen die Leute: Jetzt ist Weihnachten)  und die Mitwirkenden trafen sich anschließend im benachbarten Martinushaus und ließen dort den gelungenen Konzertabend ausklingen.

Hier die Bilder vom Weihnachtskonzert.

Wir freuen uns auf Weihnachten

Das Blasorchester beim Weihnachtskonzert 2018.

29. Weihnachtskonzert in St. Martinus, Fischenich

Unsere Gesellschaft veranstaltet am 22. Dezember 2019 (4. Adventsonntag) um 17 Uhr in der Kath. Pfarrkirche St. Martinus zu Hürth-Fischenich bereits ihr 29. Weihnachtskonzert. Der Eintritt ist frei.

Mitwirkende sind unser Blasorchester, der Kammerchor Cantamus aus Wesseling und das Nachwuchsorchester “Die Auftakter 2.0”. Die Besucher erwartet ein kurzweiliges Konzert unter dem Motto “Wir freuen uns auf Weihnachten” mit vielen beliebten Melodien in den unterschiedlichsten Stilarten und aus aller Welt, von kirchlich-klassisch und volkstümlich bis zu deutschen, englischen oder amerikanischen Weihnachtsliedern.

Der Kammerchor Cantamus ist der ehemalige Kinder- und Jugendchor der Pfarrei St. Germanus, geleitet von Kantor Helmut Ritter. Das Repertoire erstreckt sich von neuer geistlicher Musik, über klassische Messgesänge, Opernchöre bis hin zu Schlagern des 20. Jahrhunderts. Das Nachwuchsorchester “Die Auftakter 2.0” ist eine Kooperation der privaten Alt-Hürther Musikschule “auftakt” und der KG Blau-Weiß Fischenich. Die Leitung hat Mike Pesch. Unser Blasorchester, Leitung Gerd Außem, hat auch im Bereich der weihnachtlich-klassischen Musik ein sehr umfangreiches Repertoire. Für das diesjährige Weihnachtskonzert wurden darüber hinaus wieder zahlreiche neue Werke einstudiert, auch an einem Probenwochenende auf Schloß Paffendorf.

Schöner Familienabend in der Schulaula

Die große Tombola

Nur seit wenigen Wochen im Amt, hat unser neuer Vorstand seine erste Bewährungsprobe, die Organisation und Durchführung des Familienabends, glänzend bestanden. Wer nicht dabei war, hat einen schönen Abend verpasst.

Neben der Ehrung der Jubilare, einem Auftritt unseres Tanzcorps, dem deftigen kölschen Buffet und einer großen Tombola wurde der Abend durch einen Auftritt von JP Weber, dem Mann mit der Flitsch gekrönt. Er ist ein guter Freund unseres 1. Vorsitzenden Dirk Schwalbach.

JP Weber, der Mann mit der Flitsch.

Als Überraschungsgast vom Moderator Michael Krips angekündigt, begeisterte der Solokünstler JP Weber bei seinem Auftritt mit seiner Mandoline, die er von Hans Süper persönlich geschenkt bekam, den Liedern und mit seiner großen musikalischen Virtuosität. Da durfte auch das kölsche Weihnachtslied “Mir kumme us däm Morjenland” nicht fehlen. Das Publikum war begeistert.

Die Tombola-Meisterin Waltraud Meyer hatte mit ihren fleißigen Helfern eine große Tombola mit vielen tollen Preisen auf die kleine Bühne der Aula in der Katholischen Grundschule gezaubert. Den ersten Preis, einen großen Fernseher, gewann ausgerechnet unser neuer Vorsitzender Dirk Schwalbach.

Das Tanzcorps hatte den kompletten neuen Vorstand auf die Bühne geholt. Dort durfte dieser gemeinsam mit den Tänzerinnen zu einem bunten Mix beliebter Popmelodien tanzen, Körper, Arme und Beine möglichst im Takt bewegen und seine Reaktionsfähigkeiten zeigen – was natürlich, zur Schadenfreude der übrigen Gäste, nicht immer so ganz klappte…

Ehrungen

Ehrenmitglied Josef Außem wurde für 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Kurz nach der Gründung unserer KG im Jahre 1957 startete 1958 das Fanfarencorps, der Vorläufer unseres heutigen Blasorchesters. Josef Außem war als junger Bläser von Anfang an dabei und wurde jetzt für seine 60-jährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde, Nadel und einem Bild von Ritter Kuno ausgezeichnet. Ab 1973 spielte Josef viele Jahre im Blasorchester Trompete und Flügelhorn. Danach wechselte er in den Senat, dem er bis heute angehört. Er diente dem Verein als Literat und Geschäftsführer, bereitet alljährlich die „Kölsche Messe“ vor, geht mit der „Blos mer jett und Bumskapell“ seit Jahren im Fischenicher Karnevalszug mit, singt gut und gerne im Kirchenchor und wurde von unserer KG im Jahr 2017 für seine vielfältigen Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt.

Hans Schulz

Seit 50 Jahren ist der Dachdeckermeister Hans Schulz inaktives und damit förderndes Vereinsmitglied. Damit unterstützt er unseren Verein bereits ein halbes Jahrhundert lang durch seinen Beitrag und sein Interesse am Vereinsgeschehen. Unsere Gesellschaft ist, wie jeder Verein, auf diese Unterstützung durch die inaktiven Mitglieder angewiesen. Wir danken daher Hans Schulz für seine langjährige Treue. Hermann Georg Hach, ebenfalls ein inaktives und damit förderndes Vereinsmitglied, sollte ebenfalls für seine 50-jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Er war verhindert und seine Ehrung wird nachgeholt.

Johannes Außem

Peter Schmitz

Seit genau 40 Jahren sind Johannes Außem jun., Peter Schmitz jun. und Johann-Josef Ruth Mitglieder unserer Gesellschaft. Johannes spielte im Fanfanrencorps die Landsknechttrommel, dann im Jugendblasorchester und danach im Blasorchester die große Trommel. Einige intensive Jahre war er Archivar und Zeugwart. Bei allen Veranstaltungen unserer KG kümmert er sich engagiert um alle anfallenden sanitären Belange, sei es bei den Theken oder den Toiletten. Peter Schmitz jun. ist inzwischen in Elsdorf zu Hause. Er war Tanzcorpskommandant, Kassierer und Senator sowie im Jahr 1992 Bauer im Fischenicher Dreigestirn, gestellt von unserer KG. Johann-Josef Ruth, der sich, wie die gesamte Familie Ruth, ebenfalls um unsere Gesellschaft verdient gemacht hat, war beruflich verhindert und wird später geehrt.

 

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