Die Necknamen der Hürther Stadtteile

In dem Musikstück “Ein Lied für Hürth”, komponiert und getextet von Armin Brückmann anläßlich des Jubiläums “40 Jahre Stadt Hürth” für den Musikwettbewerb der Bürgerstiftung Hürth, kommen auch die Necknamen der Hürther Orte vor. Die Informationen hierzu stammen aus dem Hürther Stadtkalender von 1987, Zeichnungen von Jörg Lassahn, sowie vor allem aus der Hürther Heimat, Band 81: Manfred Germund “Von Dudschlääje und Kamelöölschesjonge”. Der Kendenich zu geschriebene Begriff “Wollemötse” wird von Clemens Klug (und auch von Bürgermeister Dirk Breuer) den Hermülheimern zugeordnet…

Auf Grund der großen Nachfrage nach den Erläuterungen der Necknamen, die viele schon nicht mehr kennen, hier der Flyer zum Musikwettbewerb zum anschauen und ausdrucken. Viel Vergnügen!

2 Comments

  • Von Manfred Germund, 23. Januar 2019 @ 14:31

    Es ist schön, dass in Ihrem “Lied für Hürth” die Necknamen der Hürther Dörfer thematisiert werden. So werden sie für das kollektive Gedächtnis der Stadt lebendig gehalten. Der sprachwissenschaftlichen, historischen und soziologischen Entstehung dieser Namen habe ich schon 2002 eine umfangreiche Untersuchung gewidmet, die leider von Ihnen mit falschem Titel genannt und aus der (leider oberflächlich) hier und in einigen Fischenicher Veröffentlichungen immer wieder gerne zitiert wird. So auch diesmal in dem Flyer zum Musikwettbewerb, den man als Link aufrufen kann. Dabei wird der Neckname “Wöllemötze” sowohl im Einführungstext des anonymen Verfassers, aber erst recht im Flyer, in dem die einzelnen Necknamen erläutert werden, fälschlich den Kendenichern zugeordnet. Woher hat der Verfasser diese Falschinformation? In meiner Veröffentlichung (S. 8 u. 23 und auch schon bei Clemens Klug 1980) wird dieser Name für Hermülheim nachgewiesen.

    16.01.2019 Manfred Germund

  • Von Helmut Görtz, 23. Januar 2019 @ 14:36

    Zunächst zu dem Flyer. Dieser war ein Schnellschuss kurz vor der Veranstaltung im Bürgerhaus, als unser Blasorchester aufgetreten und mit dem Titel “Ein Lied für Hürth” den 1. Preis gewinnen konnte. Im Flyer, in dem auch Kurzfassungen der Hürther Necknamen mit Zeichnungen stehen, habe ich zu meinem Bedauern versäumt, meine Quellen zu nennen oder ein Impressum aufzunehmen. Beim Booklet zur CD, die inzwischen produziert wurde, habe ich als meine Quelle selbstverständlich Deine umfassende wissenschaftliche Veröffentlichung von 2002 mit den Worten: “Manfred Germund: Von Küülhadsche und Schäntjeskriemer, Volkskultur an Rhein und Maas 2/02” aufgeführt.

    Ich freue mich, dass ich mit dem Hürther Stadtkalender 1987 über die Hürther Necknamen und den schönen Zeichnungen von Jörg Lassahn den Anstoss dazu geben konnte, die Necknamen wieder aus der Vergessenheit zu holen, ebenso wie jetzt 2018 bei dem Wettbewerb “Ein Lied für Hürth”.

    Nun zu den “Wöllemötze”. Die hatte ich, ebenso wie Du, ursprünglich ausschließlich Hermülheim zugeordnet. Als ich meine Kurzfassung der Necknamen in meinem Verein vorstellte, wurde ich von mehreren Leuten “aufgeklärt”, dass für die Kendenicher ohne Wenn und Aber auch der Neckname “Wöllemötze” gebräuchlich sei. Ich habe dann den Namen in dem Text über Kendenich angefügt. Allerdings war ich mir unsicher und habe das Wort daher auch nicht im Text gedeutet. So kam es – leider – zu diesem Fehler. Das ärgert mich.

    Helmut Görtz

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